Jedes Jahr erhalten Arbeitnehmer Post von der Rentenversicherung. Die Schreiben geben Auskunft zur künftigen Höhe der Rente. Wer die Informationen einfach weglegt, verschenkt eventuell Geld.

Ist die Rente sicher? Wie viel eigene Vorsorge ist notwendig? Wer darauf Antworten finden möchte, sollte wissen, welche gesetzlichen, betrieblichen und privaten Ansprüche überhaupt bestehen.

Die Info der gesetzlichen Deutschen Rentenversicherung (DRV) bekommt jeder, der mindestens 27 Jahre alt ist. Selbst kümmern müssen Versicherte sich nicht. Sie geben mindestens einen Überblick über bislang erworbene Anwartschaften, spiegeln also einen Status wider. Das Dokument zeigt den Beginn der Regelaltersrente und die Höhe der Zahlung, die zu erwarten ist. Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf eine Rentenberechnung, welche gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden kann.

Auch Private Rentenanbieter versenden jährlich eine Mitteilung. Bei Betriebs- und Privatverträgen wird üblicherweise der Auszahlungsbetrag bei Ablauf, eine eventuelle Überschussbeteiligung und das garantierte Kapital aufgezeigt. Für den Fall, dass der Vertrag gekündigt wird, weist die Mitteilung den aktuellen Rückzahlbetrag abzgl. anfallender Gebühren auf. Anhand dieser Zahlen lässt sich die Güte des Vertrags bewerten, also bestimmen, ob die Vorsorge sich lohnt.

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es allerdings nicht, da sowohl DRV als auch Betriebs- und Privatrentenanbieter mit Hochrechnungen arbeiten, die auf bisherigen oder erwarteten Entwicklungen basieren. Diese Angaben sind nicht verbindlich oder einklagbar!

Wichtig ist anhand des Schreibens zu prüfen, ob die DRV alle Zeiten gespeichert hat, die für die Rente direkt oder indirekt mitzählen. Dazu gehören unter anderem Berufsausbildung, Studium, Praktika, ggf. Arbeitslosengeld und Unterhalt. Die Prüfung erfolgt über die sogenannte Kontenklärung. Je länger Versicherte warten, desto schwieriger wird es erforderliche Nachweis-Unterlagen wie Zeugnisse zu beschaffen, um Lücken im Versicherungsverlauf zu füllen.