Das Thema Nachhaltigkeit erfreut sich großem Interesse. Es ist auch ein milliardenschwerer Markt für Geldanlagen, der dynamisch wächst. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, worum es bei nachhaltiger Geldanlage geht.

ESG steht für drei Aspekte der Nachhaltigkeit:

Environmental

Social

Governance,

zu deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung  .

Der Trend zu nachhaltigen Investments setzt sich fort. Die Bestände an nachhaltig investierenden Fonds werden weiter ausgebaut. Besonders beliebt sind Fonds, die den Kriterien „verstärkt umweltorientiert“ und „verstärkt in erneuerbaren Energien“ entsprechen. Der ESG-Ansatz bietet dafür zusätzliche Informationen, die neben den klassischen Finanzkennzahlen zur Anwendung kommen, um Unternehmen ganzheitlich zu beurteilen.

Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist nicht nur ein wichtiges gesellschaftliches Thema, sondern wird auch durch staatliche Regulierungen gefordert und gefördert.   Immer mehr private und institutionelle Anleger interessieren sich für Anlagen, die die ESG-Kriterien berücksichtigen. Sie wollen Geld arbeiten lassen, aber nicht um jeden Preis. Fonds mit entsprechendem ESG-Ansatz erfüllen diesen Wunsch und sorgen für Investments, die ökologische Aspekte ebenso berücksichtigen, wie soziale Ansprüche und Fragen der Unternehmensführung.

Bei der Firmenauswahl legt jeder Fonds, der mit einem Nachhaltigkeitssiegel wirbt, unterschiedliche Maßstäbe fest. Manche Fonds meiden etwa Aktien von Firmen umstrittener Branchen, wie Rüstung oder der Atomenergie. Andere Fonds investieren dafür in Unternehmen, die sich in ihrer umstrittenen Branche dem Best-in-Class-Ansatz folgen. Der Fonds investiert dann zum Beispiel in die Firma, die sich am meisten darum bemüht, ihren CO2-Ausstoß zu senken.

In der Summe lässt sich anhand des ESG-Ansatzes also prüfen, wie nachhaltig ein Unternehmen arbeitet. Die Integration dieser Aspekte wirkt sich langfristig positiv auf das Geschäftsmodell und den finanziellen Erfolg des Unternehmens aus und kommt so auch Anlegern zu Gute. Eine Reihe von Fondsmanagern hat bereits bewiesen, dass die Einhaltung der ESG-Kriterien bei der Anlageentscheidung keinesfalls die Rendite mindert. Werden durch die Einhaltung der Kriterien die Risiken gemindert? Nein, aber eine sehr gute Rendite und ein gutes Gewissen sind doch sehr wünschenswert.