Wir haben uns zuletzt mehrfach gefragt, ob infolge massiver Interventionen der Notenbanken in den letzten Jahren, die Grundsätze ökonomischer Prinzipien außer Kraft gesetzt worden sind? Sei es die Inflation oder der noch ausbleibende Wirtschaftsaufschwung, trotz großer Bemühungen der Notenbanken, scheint beides noch nicht nachhaltig zu gelingen.In den vergangenen Wochen hat die Volatilität sowohl an den globalen Aktien- als auch Anleihemärkten deutlich zugenommen. Zwischenzeitlich durchbrach die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen die 1-Prozent-Marke und erreichte damit das höchste Niveau seit September 2014. Auch der DAX bewegt sich seit dem Allzeithoch bei 12.390 Punkten im April dieses Jahres in einer Abwärtsbewegung und notierte zwischenzeitlich sogar bei ca. 10.100 Punkten.

Momentan erleben wir wieder eine Phase erhöhter Verunsicherung unter den Akteuren. Solche Situationen kommen immer wieder vor und zeigen, dass die Marktteilnehmer selber unschlüssig sind, wie sie agieren sollen. Einen nicht unerheblichen Einfluss auf diese Entwicklung hatte der Schuldenstreit in Griechenland. Die langwierigen Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern sowie das bis dato fast unausweichlich erscheinende Grexit-Szenario hielten die Märkte in Atem.

Auch die zuletzt schwächer ausgefallenen Wirtschaftsdaten in China sowie der Kursrutsch an den dortigen Aktienmärkten haben Spuren an den globalen Kapitalmärkten hinterlassen. Trotz staatlicher Interventionen und massiver Stützungskäufe, ist die Beunruhigung an den Börsen weiterhin zu sehen. Hierzu trug auch die aktuelle Währungsanpassung, welche aus unserer Sicht zu erwarten war, zusätzlich bei.

Des Weiteren scheint auch das Ende der Nullzinspolitik in den USA absehbar. Die zunehmend besser werdenden Wirtschaftsdaten sowie eine moderate Erholung der Wirtschaft, sprechen für eine baldige Anhebung des Leitzinses. Möglicherweise könnte die erste leichte Zinserhöhung von 0,25 Prozent bereits im September dieses Jahres stattfinden.

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